Rückblick 01/24

Rückblick Januar 2024: Gas geben und Bremse ziehen

Ja- da bin ich also voll im Gas ins neue Jahr gestartet und habe ziemlich schnell gemerkt, dass das etwas viel Gas für mich persönlich ist. Mein Sympathikus ist nach oben geschnellt und hält mich im Kampf oder Fluchtmodus. Kampf oder Flucht? Das ist tatsächlich die Frage, die ich mir häufig stelle. Mache ich weiter und kämpfe mich durch? Oder lass ich alles fallen? Weiter Gas geben oder Bremse ziehen? Ich versuche mal wieder eine Balance zu finden (wie bereits 2023)

Ich möchte mehr schreiben. Da möchte ich wirklich Gas geben, denn das Schreiben beruhigt mich und klärt vieles in mir. Je mehr ich schreibe, desto klarer werde ich in dem, was ich möchte. Aus diesem Grund fange ich mit neuen Blog Traditionen an (okay, man kann es noch keine Tradition nennen, wenn es erst losgeht… Sei bitte nachsichtig mit mir 😏). Mein Wunsch an mich ist es, regelmäßig Rückblicke und Ausblicke zu veröffentlichen. Ich bin mir ziemlich sicher, das in der Zwischenzeit auch einige Fachartikel erscheinen werden.

Nun geht es erst mal los mit meinem Januar 2024 und wie ich Gas gebe und die Bremse ziehe:

Ich bremse meine Ernährung aus

Im Dezember bin ich doch wieder sehr in alte Ernährungsgewohnheiten gerutscht, zum Beispiel habe ich angefangen wieder viel mehr Brot zu essen, ich hab mir Lebkuchen und Plätzchen schmecken lassen, also ist mein Zuckerkonsum gestiegen und ich hab mir auch das eine oder andere Käsefondue gegönnt. Ich merke inzwischen, dass mir Käse gar nicht gut tut. Ich kann zwar mal eine Pizza essen und genieße das wirklich sehr, die Nacht danach ist aber furchtbar. Ich schlafe schlecht ein, wache auf, schlafe wieder schlecht ein und mein Bauch ist total dick und unangenehm, als ob er einen Stein beherbergen würde.

Außerdem werde ich sofort müde, nachdem ich Käse gegessen habe!

Die Konsequenz der Naschereien und Ausnahmesituationen war, dass ich wieder schlechter und kürzer geschlafen habe, die Waage „plötzlich“ (naja… innerhalb der letzten 6-8 Wochen) wieder zwei Kilo mehr gezeigt hat, und dass ich generell wieder weniger Energie habe. 

Das macht einfach kein Spaß und da muss will ich dringend auf die Bremse treten!

Gestern ist meine Familie verreist und ich bin zu Hause ohne Versuchung. Es gibt kein Brot, keinen Zucker und es gibt keine Milchprodukte. Trotzdem esse ich mich satt, denn Hunger will ich keinesfalls haben!

Heute morgen die erste Belohnung: ich habe 9,5 h durchgeschlafen!

Das motiviert mich ungemein 👏 Ich mache weiter 😄!

Ich bremse meinen Sympathikus aus

Es stresst mich immer noch, in den sozialen Medien aktiv zu sein. Jeden Tag bin zu „müssen“ ist ein großer Druck. Zwischendrin nehme ich mir den Druck, indem ich einfach nicht poste. Dann sehe ich wieder die anderen in meiner Gruppe, die erzählen, wie die Followerzahlen steigen, weil sie eben doch jeden Tag ein Reel veröffentlichen und das motiviert mich dann, doch wieder einzusteigen. Allerdings besteht mein Leben eben nicht nur aus Social Media! Ich habe noch eine Familie und Klienten und Klientinnen, für die ich da sein mag!

Nach der Weihnachtspause haben sich meine Termine in der Praxis nämlich ebenfalls gestapelt. Inzwischen merke ich, dass ich doch noch nicht richtig gesund bin. Im Jahresrückblickblog hatte ich noch gejubelt, dass es mir so gut gehe. Und ja, es geht mir ja besser. Aber ich bin eben nicht gesund. Wenn ich spazieren gegangen bin, meistens so 2 km rund ums Feld, dann muss ich mich danach halt ausruhen. Und wenn ich einen Termin in der Praxis hatte, dann muss ich mich wieder ausruhen. Wenn ich zwei oder sogar drei Termine an einem Tag habe, dann komme ich nach Hause und bin ganz schön fertig, liege wieder auf dem Sofa und kann meiner Familie gar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Da ist also ganz eindeutig wieder viel zu viel in meinem Kalender! 

Ich merke es auch körperlich, denn in meinem Ohr rauscht es seit einigen Wochen viel stärker, und mein HRV ist in den Keller gesunken. So tief war er noch nie, seit ich ihn messe (seit April 2022). 

Da kommt es mir jetzt ganz gelegen, dass ich diese Woche allein bin. Ich möchte maximal 3 h täglich arbeiten und hoffe, dass ich mit meinem online Projekt voran komme. Gleichzeitig habe ich mir einige private Treffen vorgenommen. Darauf freue ich mich auch sehr.

Wenn ich allein zu Hause bin, dann fällt es mir auch viel leichter, neue Gewohnheiten aufzunehmen. Ich hab mir den Wecker alle 60 Minuten gestellt und dann mache ich 5 Minuten lang eine Übung, die den Sympathikus ausbremst. Das kann eine Atemübung sein oder eine Übung für den ventralen Vagus. Beides eignet sich gut, um den Sympathikus auszubremsen und dem Parasympathikus mehr Raum zu geben, also entspannter und gelassener zu sein. Ich tracke dabei meine Herzfrequenz und auch meine Herzratenvariabilität (HRV). Heute, am zweiten Tag kann ich schon einen höhere HRV verzeichnen. Ich freue mich, denn das zeigt mir, dass ich auf dem Weg der Erholung bin!

Ich gebe Gas beim Sichtbarmachen in Blog und Social Media

Der Jahresrückblick Blog hat mich sehr motiviert, wieder mehr zu schreiben. Ich hab ja mein Leben lang schon gern geschrieben und die Rückblicke sollen mein öffentliches und berufliches Tagebuch sein. Wie du merkst, schreibe ich auch viel über mich und mein persönliches Leben. Natürlich gibt es Grenzen und Themen, über die ich nicht schreibe oder nur einen Teil. Das ist dann meine Entscheidung.

Ich bin jedenfalls wieder ins Schreiben gekommen und ich merke, dass es mir leichter fällt, Blogartikel zu schreiben und dann aus diesem Blog Artikeln auch gleich die Texte für Social Media zu nehmen. So hat alles eine Struktur und einen roten Faden: nämlich den roten Faden meines aktuellen Blog Artikels. 

Ich hab beschlossen, nicht nur fachliche Artikel zu schreiben, sondern auch persönliche Artikel, damit du liebe Leserin/lieber Leser mehr über mich erfährst. Ich hab diese Webseite ja nicht zum Spaß, sondern weil ich – ja, ich geb es zu – auch etwas verkaufen möchte. Ich möchte meine Dienstleistung verkaufen und meine Kurse. Und ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, dass du mich kennen musst, bevor du bei mir etwas kaufst. Das ist also (auch) ein Grund für mich.

Außerdem habe ich gemerkt, dass wirklich nur die Leute bei mir landen, die auch zu mir passen, wenn ich viel von mir zeige. Je weniger ich von mir zeige, desto weniger Menschen spreche ich konkret an. Oder es es kommen Menschen zu mir, die mich zufällig gefunden haben, aber gar nicht zu mir passen. Das sichtbar machen online ist also tatsächlich auch wichtig für mich, mein Business und unsere potentielle Zusammenarbeit.

Ich habe einen super Workflow für Social Media gefunden und meine Tochter unterstützt mich da drin. So habe ich zum Beispiel an einem Tag 15 Reels gedreht, was mir wirklich Spaß gemacht hat und sie hat dann die Untertitel erstellt. Sie ist 13 und hat das wirklich toll gemacht! Hier und da gibt es Fehler im Text, meine Körperhaltung gefällt mir auch nicht immer (wo ist nur die Tänzerin in mir hin? Ist es schon so lange her?) und jetzt hänge ich schon wieder fest und frag mich, ob ich es veröffentlichen kann? Es ist ja nicht ganz perfekt! Und mit diesem „“nicht perfekt sein“ hab ich ganz schön Probleme. Das merke ich jetzt. Nein. Eigentlich merke ich das schon lange. Wo bleibt also meinen Mut zum Perfektionismus? Den wünsche ich mir sehr.

Was sonst noch im Januar los war

Mein Mann und ich haben eine neue Beziehungsroutine: wir nehmen uns täglich Zeit für einander, um darüber zu sprechen, wie es uns miteinander geht. Und wenn es nur ein paar Minuten sind! In dieser Zeit sitzen oder liegen wir umarmt gemeinsam auf dem Sofa. Ich genieße es sehr, denn es gibt mir das Gefühl aufgehoben und verbunden zu sein. In einer Umarmung auf dem Sofa zu liegen, ist einfach die beste Regulationsübung ever!

Unsere Felder wurden Ende 2023 vom Regen überschwemmt. Die riesigen Pfützen sind im Januar verreist und wir konnten Schlittschuhe laufen! Das war so toll! In den vergangenen Jahren waren die umliegenden Seen nämlich nicht genügend zugefroren. Und hier gab es plötzlich eine riesige Fläche bestehend aus vielen kleinen Eisflächen, die miteinander verbunden waren. Das war richtig toll und wir haben diese Möglichkeit genutzt bis zum letzten Tag. Schlittschuhe laufen in der Natur und ohne Musikbeschallung ist einfach toll!

Ich hab die Story-Booster-Challenge mit Katrin Hill mitgemacht. Das war ganz lustig und ich bin in eine Story- Routine gekommen. Die hab ich aber schon wieder beendet, weil ich grad andere Prioritäten habe.

Das habe ich im Januar 2024 gebloggt

Mein Motto 2024: meine Sichtbarkeit „Ich bin da – schau mich an!“

Ich hab mich wirklich getraut, das Motto zu nehmen! Ja, ich möchte mich mehr zeigen und ich fange damit an!

So machst Du Dich sichtbar in Deinem Leben

In meiner Praxis sind viele Frauen, die sich unbeabsichtigt zu hause unsichtbar machen. Denen ihre Grenzen und Bedürfnisse nicht klar sind und die sie daher auch nicht kommunizieren können. Da ich aus eigener Erfahrung viel über das Thema weiß, hab ich gleich einen Blog Artikel hinterher geschoben, wie du dich sichtbar machen kannst, wenn es Dir auch so geht!

Vom Dauerstress zur Entspannung: Wie der Vagusnerv dir als Mutter hilft, den Druck des Alltags zu mindern

Auf meiner Seite für Trauma- und Paartherapie gibt es bereits einen Artikel über den Vagusnerv. Ich finde aber, dass Mütter ganz besonders von den Übungen profitieren – hier ist also der Artikel dazu!

Meine To-want-Liste für das 1. Quartal 2024

Ich fang mal an mit Listen und Rückblicken in meinem Blog. Ich hoffe, dass ich dadurch mehr ins Schreiben komme und dass es mir insgesamt leichter fallen wird.

Ausblick auf meinen Februar 2024

  • Ernährungsumstellung auffrischen
  • Mich mit Freund:innen treffen
  • Eine Woche praxis- und  familienfrei, in der ich mein Büro aufräume, sortiere und aufarbeite

Gespannt, wie es weitergeht? Dann komm gern wieder! Folge mir auf Instagram oder Facebook, dann wirst Du über aktuelle Beiträge informiert.

Bis dahin,

Anke

3 Kommentare zu „Rückblick Januar 2024: Gas geben und Bremse ziehen“

  1. Pingback: Meine To-want-Liste für das 1. Quartal 2024 -

  2. Wow…ich vermute mal Social Media und die follower sind für deine Praxis zu Werbezwecken wichtig? Es ist sehr erschreckend zu lesen wie sehr es dich stresst und dass es dir trotzdem so wichtig ist, dss du da regelmässig unterwegs bist. Aus diesem Grund habe ich mich gegen die Selbständigkeit entschieden… mein Vagusnerv ist auch schnell überaktiv und ich bin so schon schnell genug gestresst. Auch ich tracke meinen Herzrythmus und finde es inzwischen paranoid.
    Ich mag deine Artikel und du machst tolle Arbeit! Und ohne Social Media wärst du nicht so präsent wie du es bist. Ich wünsche dir, dass du die richtige Balance findest☺️

    1. Liebe Susanne, vielen Dank für Deinen Kommentar!

      Ich freue mich sehr, dass Dir meine Arbeit gefällt!!

      Social Media und die Follower brauche ich für meine Online-Kurse, deshalb bin ich in einem Marketingkurs mit einer Onlinegruppe. Meine Praxis läuft total gut. Die Klienten kommen überwiegend über meine Therapie-Seite https://die-brueckenbauerin.info. Meine Praxis bringt mir sehr sehr viele Ideen für Inhalt und ich verarbeite das gern kreativ im Blog und in Social Media. Und es ist Stress, sobald ich denke, ich müsse täglich posten… Da kann ich gleich mal lernen, mir andere Gedanken zu machen 🙂

      Ich wünsche Dir mehr Gelassenheit beim Herzratentracking! Mir hilft es als Orientierung – manchmal glaube ich Zahlen mehr als Körpersignalen 😉

      Liebe Grüße, Anke

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