Diese Dinge verändere ich 2026, um mehr Zeit und Energie für mich zu haben

Diese Dinge verändere ich 2026, um mehr Zeit und Energie für mich zu haben

Es gibt einige Dinge, die ich 2026 verändern möchte, um wieder mehr Energie für mich zu haben. Es ist ja nicht nur meine Erkrankung Long COVID bzw. ME, die mir Energie raubt, sondern es sind auch Eigenschaften von mir, die es mir selbst schwer machen. Mein Motto 2026 ist „Neustart mit Bedacht“ und dazu gehört für mich auch, dass ich einige Verhaltensweisen von mir überdenke und verändere. Diese Veränderungen in einem Blogartikel zu verfassen, hilft mir dabei, an meinen Zielen dranzubleiben. Ich mache mich öffentlich sichtbar, um selbst mit mir eine Art Vertrag einzugehen. Und vielleicht kann ich auch dich dazu inspirieren, dir Gedanken darüber zu machen, was du für dich tun kannst, um dir dein Leben leichter zu machen und wieder mehr Energie in dein Leben zu holen.

Ich sage nicht mehr JA, wenn ich NEIN meine

Ja zu sagen, obwohl man Nein meint, macht Stress! Du weißt das sicher?

Das Nein zu dir hat nämlich nichts mit Ablehnung zu tun, sondern mit Selbstrespekt. Wenn ich NEIN zu dir sage, sage ich JA zu mir. Ich stehe zu meinen Grenzen und Bedürfnissen.

Ich übe Nein-sagen schon länger, und es ist wirklich schwer. Viel zu oft in meinem Leben habe ich zu Dingen und Menschen Ja gesagt, obwohl es eigentlich für mich zu viel war, obwohl es mir Stress gemacht hat.

Mein Impuls für dich:

Wann hast du das letzte Mal Ja gesagt, obwohl du Nein meintest? Wie hat sich das angefühlt?

Nimm dir doch genau jetzt Zeit, dem nachzuspüren: Wie hat es sich angefühlt bzw. fühlt es sich in diesem Moment an? Spüre ein paar Sekunden nach und stell dir die Situation noch einmal vor.
Und dann stell dir vor, du hättest NEIN gesagt. Oder wenigstens „Ich überlege es mir“. Wie fühlt es sich jetzt an? Gibt es einen Unterschied?

Ich bitte um Hilfe, wenn ich Unterstützung brauche

Um Hilfe zu bitten, ist so ziemlich das Schwerste, was ich mir vorstellen kann. Es fällt mir unheimlich schwer, herauszufinden, was ich brauche oder was ich möchte. Noch schwerer fällt es mir, dieses auch noch auszudrücken. Jemanden um Hilfe zu bitten, gehört zu meinen schwierigsten Übungen! Ich bin froh, dass ich es inzwischen einigermaßen gelernt habe. Einigermaßen: Es kommt halt auf den Kontext an.

Ich habe als Kind die bittere Erfahrung eines sexuellen Übergriffs gemacht. Damals habe ich versucht, mir bei Erwachsenen Hilfe zu holen, wurde aber weder gesehen noch gehört. Dies war eine einschneidende Erfahrung für mich: Es lohnt sich nicht, um Hilfe zu bitten. Ganz im Gegenteil: Wenn ich um Hilfe bitte, folgt nur noch mehr Scham. Diese eindeutig traumatische Erfahrung verhindert heute immer noch, dass ich locker leicht um Hilfe bitten kann.

Dazu kam, dass ich als Kind ziemlich autark sein musste. Meine Mutter war alleinerziehend, und ich war die große Schwester meines kleinen Bruders, für den ich oft die Verantwortung übernehmen musste (was eigentlich nicht meine Aufgabe war und mich definitiv überforderte).

Dank meiner vielen SE-Sitzungen gelingt es mir inzwischen viel leichter. Nicht immer, aber immer öfter 😊.

Ich bin nicht mehr ständig erreichbar

Es wurde bereits häufig genug nachgewiesen, dass jedes Alarmzeichen für eintrudelnde Nachrichten auch das Alarmzentrum in unserem Gehirn aktiviert. Die Amygdala fährt sofort das volle Programm: Alarm!! Gefahr! Adrenalin! Cortisol! Renn weg oder kämpfe! Darauf zu verzichten, entstresst entscheidend!

Schon lange verfällt mein Handy um 20 Uhr in einen Schlafmodus. Es verwandelt sich in langweiliges Schwarz-Weiß und schaltet auf „Bitte nicht stören“. Trotzdem schaue ich oft auch nach 20:00 Uhr noch mal nach, ob eine wichtige Nachricht gekommen ist. Häufig ist es so, dass ich dann doch noch antworte, dass mich die Information, die ich gerade erhalten habe, auch in der Nacht begleitet, weil ich darüber nachdenke. Oder dass ich mir noch einen Zettel schreibe, damit ich nicht vergesse, was ich darauf antworten möchte, und, und, und.

Manchmal gelingt es mir auch tagsüber, dass ich einen Anruf ignoriere, weil ich weiß, dass es mir gerade nicht passt und ich lieber später anrufen möchte.

Diese Maßnahmen werde ich durchführen bzw. führe ich bereits durch:

  • Schlafmodus ab 20 Uhr: Handy wird nicht mehr angefasst, auch nicht zum Googeln
  • Alle Nachrichten auf stumm geschaltet.
  • E-Mails erst am Nachmittag checken und schreiben. Unter 2 Minuten: Ich antworte sofort. Alles darüber plane ich in meine Arbeitszeit für den nächsten Tag ein.

Ich antworte zu festen Zeiten – die ich festlege

Der Drang, immer sofort zu antworten, macht in unserer Zeit mit Handys, E-Mails und Co. einen großen Stressfaktor aus. Vor nur 30 Jahren (und das ist eine Zeit, die ich bereits erwachsen erlebte!) war das noch nicht so. 1992 wohnte ich im Prenzlauer Berg ohne Telefon. Ich hatte meine Verpflichtungen und auch Verabredungen, und das war’s. Nichts störte meinen Tagesablauf. Wenn jemand spontan zu Besuch kam, hab ich mich gefreut, weil es eine Abwechslung war. Es kamen auch nur Menschen spontan vorbei, denen ich sehr wichtig war und umgekehrt. Heute bekomme ich mindestens 30 E-Mails bzw. Nachrichten am Tag. Davon kann ich mindestens die Hälfte löschen. Einen Teil möchte ich lesen, einen anderen Teil beantworten. Wenn ich das sofort mache, dann zerpflückt es mir den Tag und kostet mich Energie.

Also: Ab sofort gibt es eine feste Zeit, in der ich Nachrichten bzw. E-Mails checke und beantworte. Meine Social-Time 😊.

Warum mache ich das?

Ich entscheide selbst, wann ich erreichbar bin. Ich entscheide, wann mich eine Nachricht erreicht und wann ich antworte. Dies gibt mir Ruhe, Freiheit und mehr Gelassenheit.

Ich nutze Facebook nicht mehr aktiv

Meine Followerzahl stagniert und wenn ich auf Facebook bin, bin ich nur genervt. Warum sollte ich diese Plattform bespielen? Ich nutze es weiter inaktiv: Wenn ich bei Instagram poste, erscheint der gleiche Beitrag auch bei Facebook. Das passiert automatisch und kostet mich weder Zeit noch Geld.

Ich fokussiere mich mehr auf meine Newsletterliste als auf Social Media

Nachdem ich bereits LinkedIn geskippt habe und jetzt auch Facebook vernachlässige, bleibt nur noch Instagram. Auch da bin ich am Abwägen, wie viel davon sinnvoll ist. Die Zahl meiner Newsletterabonnent*innen deckt sich ungefähr mit meinen Follower*innen bei Instagram. Doch bei Insta ist alles so kurzlebig: 24 h und weg ist der Beitrag.

Eine Umfrage unter meinen Kursteilnehmer*innen ergab, dass gut 80 % lieber Newsletter als Social-Media-Beiträge lesen. Da sehe ich doch klar, wo meine Priorität sein sollte!

Fazit: 

Diese Veränderungen sollen mir dabei helfen, mehr für mich da zu sein. Sie werden niemandem wehtun. Ganz im Gegenteil: Ich habe bereits die Erfahrung gemacht, dass Menschen es als sehr positiv empfinden, wenn ich auf mich achte und z. B. Nein sage oder mich aus einer Gruppe zurückziehe, weil ich Ruhe brauche. Manche bekommen dadurch erst die Idee, dass sie das auch für sich in Anspruch nehmen können – ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die meisten von uns haben jedoch gelernt, auf die Bedürfnisse der anderen einzugehen und die eigenen zu missachten (besonders Frauen bzw. Mädchen!). Es wird Zeit, dass sich das ändert!

Möchtest du Unterstützung für Veränderung?

Wie ist es mit dir?

Wenn auch du Dinge loslassen möchtest, die dich daran hindern, du selbst zu sein und zufrieden zu leben, dann melde dich gern bei mir! Ich unterstütze dich gern in meiner Praxis oder online bei deinen Anliegen und Herausforderungen.

Hier kannst du einen Termin buchen oder ein kostenloses Telefonat zur Fragenklärung.

Bis zum nächsten Mal und bleib neugierig auf dich!

Deine

Anke

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1 Gedanke zu „Diese Dinge verändere ich 2026, um mehr Zeit und Energie für mich zu haben“

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