Seit Ende 2020 lebe ich mit Long Covid bzw. ME/CFS. In dieser Zeit habe ich wirklich viel ausprobiert und diese Atemtherapie gehört definitiv zu meinen Gamechangern!
Hypopressives Atemtraining ist ziemlich anstrengend. Wenn du mit einem chronischen Erschöpfungssyndrom wie Long Covid und/ oder ME/ CFS lebst, dann könnte das Training dich sehr anstrengen. Mach dann nur einen Atemdurchgang und erhole dich danach.
Was ist Hypopressives Atemtraining?
Das Hypopressive Atemtraining trainiert besonders die Zwerchfellmuskulatur und Bauchmuskulatur. Dadurch wird eine effektive Atemmechanik gefördert und überanstrengte Atemhilfsmuskeln werden entlastet. Zudem wirkt es auf unsere Faszien, die dadurch gedehnt und aktiviert werden.
Das Hypopressive Training wurde zur Rückbildung und Stärkung der Bauchmuskulatur entwickelt – also für gesunde Frauen! Ich war in einem Kurs, in dem verschiedene Haltungen eingenommen und diese Atemzüge dabei gemacht wurden. Das war der reinste Sport und ist natürlich nicht für dich geeignet, wenn du unter starker ME leidest. Ich habe dieses wunderbare Training abgeändert und zeige dir weiter unten im Video, wie du es für dich nutzen kannst. Im Liegen!
So funktioniert hypopressives Atemtraining:
Es gibt verschiedene Haltungen: Die Ausgangs- bzw. Grundhaltung (für gesunde Menschen oder mit ME ab Bell 70 – das ist nur meine Einschätzung unter Vorbehalt!) ist im Stehen. Dafür sind die Knie leicht gebeugt, der Brustkorb befindet sich über dem Becken, welches in einer neutralen Position steht. Beim Ein- und besonders beim Ausatmen wird das Zwerchfell mit einbezogen und somit gestärkt. Die Haltungen können symmetrisch und (für Fortgeschrittene) auch asymmetrisch sein. Fortgeschrittene können auch Rotationen in der Apnoephase mit einbauen.
Du kannst bei der Übung aber auch sitzen oder sogar liegen, wie ich dir weiter unten im Video zeigen werde.
Ein Atemdurchgang beinhaltet drei Atemzüge:
- Einatmen durch die Nase
- Kräftiges Ausatmen durch den Mund (oder Nase)
- Einatmen durch die Nase
- Kräftiges Ausatmen durch den Mund (oder Nase)
- Einatmen durch die Nase
- Kräftiges Ausatmen, bis keine Luft mehr in der Lunge ist (am besten durch den Mund!)
- Apnoephasen von 6 bis 15 SEC (Atem anhalten)
Danach atmest du ganz normal weiter, lockerst dich, entspannst und spürst nach.
Wenn dir danach ist, kannst du zwei oder drei solcher Atemzüge am Stück machen. Wie gesagt: Kurse füllen damit ganze Stunden 😅.
Wenn dir das zu anstrengend ist, dann probier doch zuerst die Buteyko-Methode.
Hypopressives Atemtraining bei Long Covid und ME: Anleitung im Video
Im folgenden Video liege ich – so ist diese Atmung am wenigsten anstrengend, denn mit Long Covid /ME / PVS fällt dir Sitzen oder Liegen vielleicht sehr schwer oder kostet dich zusätzliche Kraft. Das soll ja nicht so sein!
Starte gleich heute!
Wenn es dir schwerfällt, dich zu motivieren und ohne Anleitung zu praktizieren, dann hol dir meinen Onlinekurs „Raus aus der Erschöpfung! Nervensystemregulierung bei Longcovid“, dort leite ich Atem- und Vagusübungen an und erkläre sie in kurzen Videos.
Bis zum nächsten Mal und bleib neugierig auf dich!
Deine









Pingback: KW48/2025: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society